Thriller - Noah von Sebastian Fitzek

08 Januar 2015

Ein wirklich guter Thriller-Favorit

Das leuchtende Cover:


Das Cover von Noah ist mir bereits vor dem Erscheinen des Buches auffällig oft begegnet. Es ist ein Hingucker und man kommt nicht umhin, ihm im Dunkel der Nacht ebenso Aufmerksamkeit zu schenken.  Als ich das Buch das erste Mal im Dunkeln mit mir herum trug, erschrak ich ein bisschen, als mir Noahs Hand entgegen leuchtete.  

Angefasst habe ich das Cover jedoch nicht so gern, denn die Hand, vermutlich durch die phosphoreszierende Wirkung, fühlt sich für mich unangenehm an. Optisch gefällt mir das Cover sehr gut.
Der vielversprechende und geheimnisvolle Klappentext:


Zur Geburt Jesu Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden. Wie viel ist zu viel?


Sie wissen nicht, wer Sie sind. Sie wissen nicht, was Sie in der Stadt wollen, in der Sie sich gerade befinden. Sie wissen nicht, warum Sie auf der Straße leben. Sie wissen nicht, warum in Ihrer Schulter eine frische Schusswunde verheilt.

Sie wissen nur: Jemand wollte Sie töten.


Und Sie wissen auch: Er wird es wieder versuchen. Weil Sie ein Geheimnis in sich tragen, von dem das Schicksal der gesamten Welt abhängt. Werden sie sich erinnern, bevor es zu spät ist?

Längst hat mich Sebastian Fitzek mit seinen Romanen faszinierend, gruselig und spannend unterhalten, doch mit Noah toppt er für mich inhaltlich alle von ihm dagewesenen Thriller. 

Die Geschichte ist derartig spannend und gut, dass ich dieses Buch zu meinen Favoriten zählen muss. Nicht ganz realitätsfremd hat der Autor eine fiktive Geschichte erzählt, die uns alle zum Nachdenken anregen sollte. Für unser Nachdenken unterstützt Sebastian Fitzek uns mit seiner Webseite und einer extra App zum Buch. Nicht ein einziges Mal bin ich beim Lesen gestolpert und musste Seiten erneut lesen. 

Fitzeks Schreibstil scheint genau auf mich gemünzt zu sein, denn dem Inhalt des Thrillers konnte ich jederzeit flüssig und neugierig folgen. Die Ideen,  die dem Buche zu Grunde liegen, sind unglaublich. Wo holt er bloß diese Vorstellungskraft her? Sie sind ausgefeilt, wohlüberlegt und spannungsgeladen. Ich fand die Spannungskurven perfekt gesetzt. 

Die Protagonisten sind filigran entwickelt. Die Figur des Noah war mir sympathisch, aber immer wieder auch ein wenig erschreckend und überraschend anders als von mir erwartet. Ebenso gut gefallen hat mir Oscar, ein Obdachloser, der dieses Schicksal selbst erwählt hat, der Noah verletzt findet und mit ihm einen großen Teil der Geschichte erlebt. Oscar ist ein komischer und liebenswerter Kauz.


Das Buch beginnt für mich emotional, als ein Ausschnitt aus dem Leben einer philippinischen Mutter mit ihrem Neugeborenen und ihrem Sohn erzählt wird. Das Neugeborene, erst ein paar Tage alt, unversorgt und schwach und der 7jährige Sohn, der diese kleine Familie ernährt, während er auf einer Mülldeponie nach Nahrung- und nach Metallen sucht. Die Angst vor der Manila-Grippe beherrscht das Viertel. Als ein weiteres Familienmitglied auftaucht und es die drei vor einer drohenden Quarantäne schützen will, bin ich sehr berührt. Hubschrauber kreisen und sie fragen sich ob es nur zu einer abgeriegelten Quarantäne-Zone kommen wird oder ob man hier alle, besonders arme Menschen, töten wird.



Ortswechsel. Ein Mann kommt langsam zu Bewusstsein. Er weiß nicht wer er selbst ist, wo er ist und warum. Eine Schussverletzung lässt ihn Schlimmstes erahnen, doch er weiß absolut nichts. Oscar hat ihn gefunden und im Untergrund zu seiner Behausung gebracht. Er pflegt ihn gesund und nennt ihn fortan Noah, denn in der Hand des Mannes ist laienhaft der Name Noah tätowiert. Dies ist der Anfang des spannenden Thrillers Noah. Der Präsident der USA, Agenten und Wissenschaftler liefern sich ein grausames und verworrenes Spiel. Wer der eigentliche Feind ist, ist lange unklar.



Die Rohstoffe der Erde neigen sich dem Ende zu, doch immer mehr „verbrauchende“ Menschen leben auf der Erde. Keiner ist bereit sein Leben danach auszurichten und das Projekt-Noah wird ins Leben gerufen. Es wird vorsehen, dass nur auserwählte Menschen zukünftig die Rohstoffe weiter verschwenden dürfen.  Alle anderen sollen getötet werden. Wer kann die Menschheit retten? Wer sind die Drahtzieher des Projekt-Noah und was ist Raum 17? All das beantworte ich euch nicht, denn lest selbst und lasst euch spannend und erschreckend gut unterhalten.
Eine dringende Leseemphelung an alle Krimi- und Thriller-Fans





Autor: Sebastian Fitzek

Buch: Noah


Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.12.2013

Aktuelle Ausgabe : 18.12.2014

Verlag : Bastei Lübbe


Flexibler Einband 400 Seiten